Freitag, 4. März 2011

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hallo freunde des winters,

(ACHTUNG! ES WIRD ARCHITEKTONISCH!)
erste vorlesungswoche in meinem auslandssemester; ich musste mich erst an den gedanken gewöhnen, dass ich hier auch studieren muss! blöderweise muss ich 24 units of credit machen (ein hauptentwurf und zwei seminare), damit meine visum-auflagen erfüllt werden. also im prinzip mache ich hier ein städtebau-semester. das eine seminar befasst sich mit plätzen in städten, das andere mit sinnen wahrnehmendem städtebau im allgemeineren (ists schon zu architektonisch ausgedrückt?). (nachtrag: das zuletzt erwähnte seminar habe ich gekickt, weil unter anderem die dozentin überaus enthusiastisch war und so viele abgabeleistungen wollte... anstatt dessen widme ich mich nun meiner zeichnerfertigkeiten in einem anderen seminar. dieses verspricht wirklich gut zu werden!)
der hauptentwurf scheint ganz spaßig zu werden. die dozenten sind wirklich sehr kompetent und ich bilde mir ein, viel mitnehmen zu können. es geht um eine erweiterung der chinesischen stadt hangzhou um einen science park (ähnlich silicon valley). als kleine übung sollten wir mal 250.000 wohneinheiten in unserem planungsgebiet platzieren (für die mitarbeiter des wissenschaftsstandorts), um ein gefühl für den maßstab zu bekommen – das sind schon ganz komische planungsmaßstäbe...
für den leiter des kurses ist es besonders wichtig, dass man zwischen termini (fachausdrücken in der urbanistik) im englisch genau unterscheidet. nur verstehe ich die bedeutung derer im deutschen nicht mal exakt; da ists nicht gerade einfach, den erwartungen zu entsprechen.
in diesem hauptentwurf sind wir ca. 20 studenten, davon sind 4 oder 5 keine chinesen. alle unterlagen zum entwurf sind in chinesischen schriftzeichen verfasst, die bedeutung von diagrammen nicht immer eindeutig ablesbar. noch hat sich kein chinesischer mitstudent die mühe gemacht, alles zu übersetzen. spannung garantiert!
es gibt übrigens an der uni hier sehr sehr viele asiaten! wirklich viele! eine aus meinem entwurf hat mir eine cd mit den chinesischen unterlagen zugesteckt und diese wollte ich ihr kurz danach wieder geben. nur dann sah ich in zehn chinesische gesichter und alle sahen für mich gleich aus. die cd konnte ich keiner person mehr zuordnen. das hat mich leicht in verlegenheit gebracht...
im übrigen ist es sehr lustig, sich mit franzosen zu unterhalten. sie gleichen ihre aussprache halt nicht der fremdsprache an. beispiel heute: "i've been working all the day" "where did you walk to and why!?" "to the restaurant and later to baby-sitting" "aha....ahh working!!" "yes! walking" "!?"
sehr lustige menschen, diese franzosen!
ich habe mich immer gewundert, wie sich ausländer unterschiedlicher herkunft auf deutsch gegenseitig so gut verstehen. jetzt noch mehr.
mehr das nächste mal. vielleicht mal was über das große (un)wort "socializing" oder die heutige riesige schwulen- und lesbenparade in der oxford street..

ich ziehe übrigens in einer woche um nach bondi. droh- und liebesbriefe bitte nicht mehr an die alte adresse schicken!
nun auf zum ersten treffen des surf-clubs!

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